Buch des Monats September 2016

Der neue Monferat - ein Juwel der Literatur , ein aufsehenerregendes Meisterwerk unter den Erscheinungen dieses Jahres

Paris, Oktober 1889: Die Weltausstellung geht dem Ende zu. Millionen Menschen strömen in die Stadt, um Zeuge des Spektakels zu werden. Die brisante politische Lage scheint für einen Augenblick vergessen. Und doch würde gerade hier, im bunten Gewimmel der Nationen und Interessen, ein Funke genügen, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. Ausgerechnet da werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden. Sie waren offenbar einem Anschlag auf der Spur. Es bleiben nur 59 Stunden und 51 Minuten, die nahende Katastrophe noch abzuwenden. Allerdings ahnt niemand von einer Gefahr. Man weiß nur von Gerüchten, dass die Deutschen sich mit der Hälfte Europas gegen Frankreich verschworen haben, während Großbritannien eigene Machtpläne verfolgt. Die Welt steht vor einem Abgrund.

Die Zukunft Europas ist mit dem Schicksal einiger Besucher der Ausstellung eng verknüpft. So zum Beispiel mit dem von Albertine de Rocquefort. Die Adelige, Königin der Pariser Salons, fürchtet um ihr Geheimnis, dessen Enttarnung weit mehr als nur einen gesellschaftlichen Skandal bedeuten würde. Des Weiteren ist da der deutsche Offizier Friedrich-Wilhelm von Straten. Er ist unterwegs in einer sehr persönlichen Agenda, wird schon bald zum Spielball der Großmächte. Zu eben solch einem droht auch ein junger Fotograf zu werden. Lucien schließt einen folgenschweren Pakt, um das Herz seiner großen Liebe zu gewinnen. Madeleine heißt die Auserwählte. Mit ihr wünscht er sich eine gemeinsame Zukunft. Allerdings geht von der Frau eine Gefahr aus: Ist die bildschöne Kurtisane in Wahrheit eine Spionin?

Schließlich versammelt sich alles, was Rang und Namen hat, an der Spitze des Eiffelturms, um dort das Abschlussfeuerwerk zu bestaunen. Wann wäre der Zeitpunkt für einen Anschlag besser gewählt, um die Welt im Chaos versinken zu lassen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Schließlich schaut die ganze Welt auf Paris. Sollte das Attentat tatsächlich gelingen, würden sich die Seinemetropole und das Land davon nie wieder erholen. Und des Weiteren wäre nichts mehr so wie zuvor. Doch scheint das ein Aufgabe, die selbst die fähigsten Männer kaum zu meistern wissen ...

Jeder Roman aus Benjamin Monferats Feder ist eine absolute Lesesensation, ein Highlight im Bücherregal. Mit "Der Turm der Welt" gelingt ihm ein Historienschmöker der einsamen Spitzenklasse. Spannendere, schönere, bessere Unterhaltung als hier findet man nirgend woanders. Ab der ersten Seite erfährt man ganz großes Lesekino à la Ken Follett. Kaum jemand schreibt über Geschichte so fesselnd wie der deutsche Autor. Bereits nach wenigen Sätzen hat man sich in einen Rausch gelesen. So geniale Literatur kriegt man definitiv nicht alle Tage in die Hand. Zwischen zwei Buchdeckeln stecken Emotionen pur und außerdem ein Leseerlebnis, das alles andere glatt in den Schatten stellt. Die Story zeugt von ganz großer Erzählkunst. Monferat kann schreiben, und zwar unfassbar gut. Wow, was für ein grandioser Lesegenuss!

Ein Lesevergnügen, das einen glatt vom Hocker haut - genau das ist "Der Turm der Welt" von Benjamin Monferat. 704 Seiten voller brillanter Poesie, und kein Satz zu wenig. Nach "Welt in Flammen" unternimmt man abermals eine unvergessliche Reise in vergangene Zeiten. Kaum zu Ende gelesen, möchte man sofort wieder von vorne anfangen. Monferats Bücher machen hochgradig süchtig. Und sie gehören nach weit oben in den deutschen und internationalen Bestsellerlisten.

Susann Fleischer
05.09.2016

 
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Das Buch:

Benjamin Monferat: Der Turm der Welt

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Reinbek: Wunderlich Verlag 2016
704 S., 22,95
ISBN: 978-3-8052-5093-1

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