Medien & Gesellschaft

Das wandelnde Antlitz der Erde

Schmelzende Polkappen, steigende Meeresspiegel, häufigere Wetterextreme wie Überschwemmungen und Dürreperioden sind die Horrorvorstellungen Millionen von Menschen, wenn in den Massenmedien erneut der Klimawandel thematisiert wird. Dass diese vorgestellten Szenarien gar nicht so weit von der Realität entfernt sind, beweisen beispielsweise die Dokumentarfilme "Eine unbequeme Wahrheit" von Al Gore und "The 11th Hour" des Schauspielers Leonardo DiCaprio. Auch die National Geographic Society hat sich in "Zerbrechliche Erde" dieses topaktuellen Themas angenommen.

In neun Kapiteln werden die Veränderungen der Erde thematisiert. Entgegen der weitläufigen Meinung trägt nicht einzig der Mensch die Schuld am Klimawandel, sondern auch Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche. Beide Faktoren - der Mensch und Naturkatastrophen - führen zu einem Wandel des Antlitzes unseres Planeten - sei es nun eine aufgerissene Erdkruste, unfruchtbare Erde oder riesige smogverpestete Städte. Die Kapitel beginnen jeweils mit einleitenden Worten, die einzelne Phänomene kurz erläutern und die Grundlagen für die Interpretation der folgenden Fotos legen. Naturphänomene wie Erdbeben, Vulkane, Tsunamis und Lawinen sowie Unwetterereignisse wie Stürme und Schnee werden ebenso beachtet wie Veränderungen, die durch den Menschen verursacht worden sind - sei es durch den Bau riesiger Städte, daraus resultierend die Entwaldung und Verschmutzung sowie das stetig größer werdende Ozonloch. Insbesondere auf die Problematik der globalen Erwärmung wird aufs Ausführlichste eingegangen. Schließlich sind die Folgen auch für den Menschen von immenser Relevanz: Wenn Flüsse und Seen aufgrund großer Hitze austrocknen oder Überschwemmungen durch den Bau von Dämmen auftreten.

Die National Geographic Society hat mit "Zerbrechliche Erde" ein Buch veröffentlicht, das den Rezipienten aufwühlen wird. Die im Stile des "Vorher-Nachher" nebeneinander gestellten Fotos zeigen sehr eindrücklich die klimaverändernden Auswirkungen. Der Leser kann einfach nicht anders, als nach dem Zuklappen des Buches festzustellen, dass es fünf Minuten vor zwölf ist und endlich Gegenmaßnahmen getroffen werden müssen. Ob man deswegen keine Batterie mehr in die Hausmüll wirft, nicht sinnlos beim Zähneputzen Wasser verschwendet oder gleich losgeht, um Energiesparlampen zu kaufen. Die Hauptsache ist, dass irgendetwas gemacht wird, um unseren Planeten zu retten, auch wenn die Handlung noch so klein sein mag. Sollte auch nur ein Mensch nach der Betrachtung dieses Buches etwas für den Klimaschutz unternehmen, ist National Geographic seinem anvisierten Ziel, den Klimawandel deutlich hinauszuzögern, wieder einen Schritt näher gekommen. Schließlich liegt die Zukunft der Erde in unseren Händen!

Susann Fleischer
19.10.2009

 
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Das Buch:

Zerbrechliche Erde. Wie Natur und Menschen die Welt verndern

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Hamburg: National Geographic Deutschland 2007
272 S., 19,95
ISBN: 978-3-86690-011-0

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