Wissenschaften

Die unendlichen Weiten des Universums

Der Mensch ist fasziniert von Sternen und Planeten. Er beobachtet den Sternenhimmel und glaubt an extraterrestrisches Leben in Form von kleinen grünen Marsmännchen. Doch dies ist nicht nur Fiktion, sondern durchaus vorstellbar. Aber wo? Für die Klärung dieser Frage spielt die Astronomie eine entscheidende Rolle. Einen umfassenden Überblick über die Galaxien sowie weitere relevante Informationen bietet das umfangreiche und ausführliche Werk "Astronomia".

Die sieben großen Themengebiete decken den Bereich der Himmels- und Sternkunde vollständig ab. In der Einführung zeigt sich, dass Teleskope Blickfenster in das Weltall sind. Die Frage nach außerirdischem Leben ist eine der primären Antriebskräfte der Weltraumforschung, denn das Universum besteht aus Milliarden von Galaxien. Diese Tatsache lässt erkennen, dass eine permanente Erforschung durch Teleskope, Sonden und Weltraumflüge unumgänglich ist.

Analyse des Universums

Grundlegend für die Entstehung unserer Galaxie ist die "Nebularhypothese", die besagt, dass sämtliche Materie von einer riesigen interstellaren Gaswolke (bzw. einem Gasnebel) stammt, in der irgendwann bestimmte Regionen begannen, in sich zusammenzufallen und dabei um sich selbst zu rotieren. Aus einer dieser Regionen entstand dann unser Sonnensystem. Diese Meinung steht im Gegensatz zur "Urknall-Theorie". Inwieweit welche Theorie für die Entstehung unserer Galaxie verantwortlich ist, müsste noch geklärt werden. Unser Sonnensystem besteht aus der Sonne als Fixpunkt, um den acht Planeten kreisen, während Pluto, Ceres und Eris Zwergplaneten sind.

Nach diesen fundamentalen Festlegungen für unser Sonnensystem werden die Objekte innerhalb der Milchstraße beleuchtet. Die Sonne, die Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars sowie Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun werden kurz in einem Steckbrief zudem ausführlich mit ihren Besonderheiten und Begleiterscheinungen vorgestellt. Dabei wird deutlich, dass die Hoffnungen der Wissenschaftler nicht unbegründet sind, auf dem Mars oder dem Jupitermond Europa primitive Lebensformen zu entdecken. Doch nicht nur die Planeten, sondern auch Himmelskörper wie die Zwergplaneten, Asteroiden, Kometen und Meteore werden näher erläutert.

Sterne als Grundbausteine des Universums erleuchten das Universum, versorgen es mit Energie. Geboren werden sie immer aus Wolken von Staub und Gas. Sterben können sie hingegen als Weißer Zwerg, Supernova oder Schwarzes Loch. Galaxien lassen sich indessen in vier Arten unterteilen: elliptische Galaxien, Spiralgalaxien, linsenförmige Galaxien und irreguläre Galaxien.

Andere Aspekte der Astronomie

Nach diesen ausführlichen Erläuterungen wird auf die Geschichte der Astronomie eingegangen. Vom Beginn der Menschheit an spielte die Beobachtung des Sternenhimmels eine große Rolle. Antike Kulturen wie China, Griechenland und Rom legten mit der Entdeckung der Planeten den Grundstein der heutigen Astronomie. Berühmtheiten wie z.B. Kopernikus, Galileo Galilei, Johannes Kepler und Isaac Newton entdeckten u. a. Saturns Ringe oder Jupiters Monde.

Neil Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond und erfüllte damit den Wunsch aller Menschen. Russland folgte den Amerikanern auf dem Fuße mit der Weltraumstation MIR. Aber nicht nur diese beiden Staaten beteiligen sich an Weltraumprojekten, sondern zusätzlich die europäische Weltraumorganisation ESA, an der sich 17 Nationen beteiligen.

Zusammenfassung

Das sehr umfassende Werk "Astronomia" ist von Wissenschaftlern auf aktuellem Kenntnisstand verfasst worden. Es ist sowohl für Laien als auch Sachkundige sehr gut geeignet. Anhand zahlreicher, größtenteils brillanter, geradezu realer und beeindruckender Bilder werden die Tiefen des unendlichen Universums sichtbar gemacht. Die Profile aller Planeten, Zwergplaneten und anderer Himmelskörper sowie Tabellen, zahlreiche Informationskästchen und Zeitleisten zeigen dem Leser alles, was dieser schon immer über das Universum und dessen Geheimnisse wissen wollte. Zusätzlich wird die Geschichte der Astronomie und der Raumfahrt beleuchtet. Damit der Leser weiß, was er nachts entdecken kann, werden sämtliche Sternbilder angegeben. Das Buch umfasst alle Bereiche, zeigt aber zugleich auf, dass noch viel Arbeit bevorsteht.

Susann Fleischer
09.03.2009

 
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Das Buch:

Margaret Olds (Hg.): Astronomia. Aus dem Englischen von Frank Auerbach u. a.

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Knigswinter: h.f.ullmann 2008
576 S., 25,00
ISBN: 978-3-833-14368-7

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