Romane

Groe Gefhle vor der aufregenden Kulisse der Roaring Twenties

England, 1927: Rachel arbeitet in Frankreich als Gouvernante. Da erfährt sie, dass ihre Mutter schwer an der Influenza erkrank ist. Rachel kündigt ihre Stelle und macht sich auf dem Weg nach Calais und von dort aus in die alte Heimat. Endlich in Netherwell muss die junge Frau erfahren, dass sie zu spät kommt. Die Beerdigung ihrer Mutter fand einen Tag zuvor statt. Nicht einmal verabschieden konnte sie sich von ihr. Rachel bleibt nur noch übrig, die wenigen Habseligkeiten zusammen zu packen. Beim Aufräumen fällt ihr ein Bild in die Hände, herausgerissen aus einer Klatschzeitung. Es zeigt Lord Ardmore zusammen mit dessen Tochter. Seltsamerweise sieht der Mann auf dem Bild aus, wie Rachels vor Jahren verstorbener Vater.

Die Wahrheit schockiert Rachel: Ihr Vater ist nicht, wie man ihr hat glauben machen wollen, bei einer botanischen Expedition ums Leben gekommen. Er erfreut sich bester Gesundheit. Und er lebt als angesehener Mann mit der verehrten Gattin, Tochter Olivia und dem Sohnemann an seiner Seite auf dem Anwesen Carrisford Court. Rachel fühlt sich verraten und um eine unbeschwerte Kindheit betrogen. Dafür soll Edward Standish büßen. Mit Hilfe des Klatschreporters Simon Montfort verschafft Rachel sich unter falschem Namen Zutritt zur Londoner High Society. Es ist ein gefährliches Spiel, das Rachel da spielt - und es könnte sie ins Verderben reißen. Es geraten plötzlich Geheimnisse ans Licht, die lieber im Verborgenen geblieben wären ...

Mit den Romanen von Lauren Willig bekommt man großes Gefühlskino à la Hollywood in die Hand. Diese stecken nicht nur voller betörend schöner Unterhaltung, sondern außerdem voller glücklicher Lesemomente. "Die fremde Schwester" kaum aufgeschlagen, kann man die Tränen nicht mehr zurückhalten und man fühlt sich ganz schwindelig ob solch eines brillanten Lesevergnügens. Die US-amerikanische Autorin beweist zum wiederholten Male: Sie ist definitiv eine Meisterin ihres Fachs, eine Geschichtenerzählerin von Weltklasse. Kaum jemand schreibt so gut wie sie. Mit ihren Worten schafft Willig ein noch nie dagewesenes Leseerlebnis. Solch einem kann selbst Mann partout nicht widerstehen. Seufz, so wundervoll kann Literatur sein!

Lesegenuss wie aus der Feder einer Katherine Webb oder Lucinda Riley - die Bücher von Lauren Willig gehören ohne jeden Zweifel zu den besten Geschenken, die man einem Leser überhaupt machen kann. Wohl nirgendwo anders findet man mehr Emotionen als hier. Die ersten Seiten gelesen, schon droht einem das Herz zu brechen. Nach der Lektüre von "Die fremde Schwester" dauert es noch mehrere Tage, bis es wieder einigermaßen heil ist.

Susann Fleischer
29.03.2016

 
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Das Buch:

Lauren Willig: Die fremde Schwester. Aus dem Englischen von Mechtild Sandberg-Ciletti

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Reinbek: Wunderlich Verlag 2016
400 S., 16,99
ISBN: 978-3-8052-5082-5

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