Romane

Eine Geschichte zum Verlieben schn

Milo ist acht, als bei ihm eine schwere Augenkrankheit diagnostiziert wird. Er leidet an Retinitis pigmentosa. Milos Sehvermögen lässt immer stärker nach. Ihm bleiben nur noch wenige Jahre, bis er nichts mehr sehen wird. Doch der Tag, als der Arzt ihm das mitteilt, ist dem Jungen aus einem anderen Grund in schlechter Erinnerung: An diesem Tag erwischt er seinen Vater in flagranti mit dessen Sekretärin. Nur Stunden später sind Milo, seine Mutter und Gran nur noch zu dritt. Aber wie lange noch? Nachdem Gran die Küche beinahe abgefackelt hat, soll sie in ein Altenheim umziehen. Innerhalb von zwölf Monaten stürzt für Milo ein zweites Mal die vermeintlich heile Welt zusammen. Schließlich ist Gran seine beste und einzige Freundin. Dort kann sie auf gar keinen Fall bleiben.

Milo beschließt, Gran aus dem "Vergissmeinnicht"-Heim wieder rauszuholen. Der aus Syrien stammende Tripi soll ihm dabei helfen. Der arbeitet in dem Altenheim als Koch und weiß genau Bescheid über die dortigen Zustände. Auch Milo kommen immer mehr und mehr Zweifel, ob Gran in ihrem neuen Zuhause richtig aufgehoben ist. Hinter den Mauern scheinen Dinge vor sich zu gehen, die eigentlich die Polizei auf dem Plan rufen müsste. Doch Wachtmeister Stubbs interessiert sich nicht für Milos Sorgen. Er tut die Bedenken des Jungen als Nichtigkeit ab. Also muss Milo selbst handeln. Er betätigt sich als Undercover-Journalist. Seine Aufgabe ist es, die zwielichtigen Machenschaften der Heimleiterin aufzudecken. Ein alles andere als leichtes Unterfangen, wie sich schon bald herausstellt ...

Literatur, in die man sich definitiv verlieben muss - genau das sind die Romane aus Virginia Macgregors Feder. Nach nur wenigen Seiten verliert man sein Herz an "Der Junge, der mit dem Herzen sah" und vergisst über solch einen grandiosen Lesegenuss sogar die Welt um sich herum. Die englische Autorin versteht es, dem Leser Momente des vollkommenen Glücks zu bereiten. Ihre Bücher bedeuten ein Lesevergnügen, das so gut ist, dass man dafür keine Worte hat, abgesehen vielleicht von: wow, wow, wow! Dieses Debüt darf sich einfach niemand entgehen lassen. Denn es wahrlich ein Meisterwerk der Emotionen. Zwischen zwei Buchdeckeln findet man hier ganz viel(e) Gefühl(e). Kaum die ersten Sätze gelesen, schon weint man ganze Sturzbäche von Tränen. Also Vorsicht: Taschentuch-Alarm!

Virginia Macgregors Geschichten gehören zu den glücklichsten Leseerlebnissen der Welt. Bessere und vor allem schönere Unterhaltung als mit "Der Junge, der mit dem Herzen sah" hat man noch nie in die Hand bekommen. Wenn jemand erzählen kann wie Cecelia Ahern oder Jojo Moyes, dann ohne jeden Zweifel Macgregor. Die Britin ist eine Schriftstellerin von Weltklasse. Von ihr wird man hoffentlich noch ganz viel hören bzw. lesen.

Susann Fleischer
26.10.2015

 
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Das Buch:

Virginia Macgregor: Der Junge, der mit dem Herzen sah. Aus dem Englischen von Wibke Kuhn

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Mnchen: Manhattan Verlag 2015
416 S., 14,99
ISBN: 978-3-442-54749-4

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