Romane

Die bewegende Geschichte einer tragisch-schönen Liebe

Seit einem Jahr arbeitet Mathilda im "Institut der letzten Wünsche". Sie und ihre Chefin Ingeborg lassen Wunder geschehen. So sehnt sich die todkranke Frau Schmitz danach, noch einmal auf einem Pferd durch den Frühling zu reiten. Kein Problem für Mathilda. Genauso wenig, wie zum Beispiel es mitten im Sommer schneien oder Maria Callas von den Toten auferstehen zu lassen. Mathilda macht (beinahe) alles möglich. Doch gegen den Tod ist sie leider machtlos. All ihre Klienten werden in den nächsten sechs Monaten sterben. Dann lernt Mathilda Birger kennen. Er ist auf der Suche nach seiner großen Liebe Doreen. Vor fünfzehn Jahren haben sie sich das letzte Mal gesehen. Nun will er sie und ihr gemeinsames Kind noch einmal treffen. Mathilda soll sie für ihn finden.

Schon bald gibt es Schwierigkeiten. Trotz zahlreicher Plakate in ganz Berlin und eines Aufrufs im Radio meldet sich Doreen nicht. Das mag für Birger mehr als schlimm sein, aber Mathilda ist eigentlich ganz froh darüber. Sie will Doreen gar nicht finden. Sie hat sich auf den ersten Blick in Birger verliebt - auch wenn der nur noch wenige Wochen, vielleicht auch Monate zu leben hat. Mit ihm will sie zusammen sein. Und auch er scheint mehr für sie zu empfinden. Warum sonst sollte er ständig ihre Nähe suchen? Allerdings ist da auch noch Daniel, Mathildas Exfreund. Nach seinem Medizinstudium ist er nun in der Charité angestellt. Er will jede Minute seiner freien Zeit am liebsten mit Mathilda verbringen. Es kommt sogar zu einem Kuss. Was aber will Mathilda?

Mit ihren Romanen gelingt Antonia Michaelis ein Lesevergnügen zum Weinen, zum Lachen, zum Seufzen schön. Diese bedeuten ganz großes Gefühlskino. Nach nur wenigen Seiten von "Das Institut der letzten Wünsche" kämpft man mit den Tränen und fühlt sich frei von jeglichen Sorgen. Für wenige Lesestunden vergisst man die Welt um sich herum. Was zählt, ist einzig und allein dieser Lesegenuss. Wenn Literatur, dann ohne jeden Zweifel aus der Feder der deutschen Autorin. Sie beherrscht ihr Schriftstellerhandwerk wie keine andere. Ihre Bücher zeugen von ganz hoher Erzählkunst. Leser von Jojo Moyes können diesen einfach nicht widerstehen. Zwischen zwei Buchdeckeln findet man nämlich das perfekte Leseerlebnis. Und außerdem Poesie pur. Das muss man unbedingt lesen!

Kaum die ersten Sätze von "Das Institut der letzten Wünsche" gelesen, schon hat man sich Hals über Kopf verliebt - in diese herzerwärmende Geschichte und in Antonia Michaelis´ Schreibe. Während der Lektüre bekommt man Schmetterlinge im Bauch und das Herz macht immer wieder kleine Freudenhüpfer. Denn hier erfährt man Unterhaltung voller Emotionen und Humor. Aber nicht nur das: Es wird einem ganz schwindelig vor lauter Leseglück.

Susann Fleischer
27.04.2015

 
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Das Buch:

Antonia Michaelis: Das Institut der letzten Wünsche.

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München: Knaur Verlag 2015
496 S., € 19,99
ISBN: 978-3-426-65365-4

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