Romane

Eine Komdie voller Turbulenzen

Siebeneisen wollte eigentlich nur seine Ruhe haben und etwas abschalten, als er sich für einen Yogakurs angemeldet hat. Doch dann kommt es für den Lokalreporter aus Oer-Erkenschwick ganz anders: Schon bald wird er zum unfreiwilligen Weltenbummler. Ein indischer Maharadscha höchstpersönlich braucht Siebeneisens Hilfe. Aus der Schatzkammer des Palastes ist das Teilstück einer magischen Elefantengottstatue verschwunden. Ausgerechnet Siebeneisen soll nun auf die Suche nach den anderen Teilen gehen und so eine mittlere Katastrophe aufhalten. Es heißt nämlich, dass die komplette Statue niemals in fremde Hände gelangen dürfe. Wenn doch, dann werde entsetzliches Unheil über die Dynastie der Herrscher von Joompla hereinbrechen. Nun soll Siebeneisen den Meisterdieb aufhalten.

Das Wettrennen um den Globus beginnt und führt Siebeneisen unter anderem von Tonga nach Neuseeland, Hawaii und Kanada. Zum Glück ist er nicht auf sich allein gestellt. Unterstützung bekommt Siebeneisen von einer gewissen Lawn. Sie ist mit dabei, als Siebeneisen sich mit Straußen, Eisbären und einem kleptomanischen Buschbaby herumschlagen muss, während seine Freunde Wipperführth und Schatten es sich im Teehaus "Zur Faulen Kobra" gutgehen lassen. Von der Ferne aus versuchen die beiden, Siebeneisen mit vermeintlich guten Ratschlägen bei der Suche zu helfen - und scheitern grandios. Siebeneisen ist allerdings nicht auf den Kopf gefallen. Doch auch er ahnt nichts davon, dass im Palast des Maharadschas längst ein ganz anderer Plan verfolgt wird ...

Ein abgedrehtes Lesevergnügen, das einen Tränen lachen lässt - mit "Freitags in der Faulen Kobra" startet Stefan Nink einen Frontalangriff auf die Bauchmuskeln seiner Leser und bringt diese gehörig zum Zittern. Bei der Lektüre kriegt man sich beinahe nicht mehr ein vor lauter Lachanfällen und muss sogar aufpassen, nicht von der Couch zu fallen. Kein Wunder, denn der deutsche Autor schreibt Geschichten, die einfach brüllend komisch sind und herrlich schräg. Sein neuer Roman ist so wunderbar turbulent, dass einem ganz schwindelig wird und man innerhalb kürzester Zeit unglaublich gute Laune bekommt. Ein besseres Antidepressivum kann man bzw. frau kaum in die Hände bekommen. Dank Nink und seiner Bücher muss man Langeweile jedenfalls nicht mehr befürchten.

Seitenweise amüsante Unterhaltung und Humor, der geradezu unschlagbar gut ist - "Freitags in der Faulen Kobra" ist ein Genuss à la "In 80 Tagen um die Welt", nur um einiges besser. Stefan Nink schickt seine Leser auf einen Roadtrip der irrwitzigen Art und bereitet ihnen Spaß pur. Nach der Lektüre läuft man garantiert mit einem breiten Grinsen durch die Gegend. Es bleibt nur ein Wunsch: mehr, mehr, mehr!

Susann Fleischer
24.03.2014

 
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Das Buch:

Stefan Nink: Freitags in der Faulen Kobra

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Mnchen: Limes Verlag 2014
448 S., 14,99
ISBN: 978-3-8090-2636-5

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