Romane

Das Buch zum Film

Seit dem 7. Oktober l?uft "Wie durch ein Wunder" in deutschen Kinos und r?hrt f?r 100 Minuten die Herzen der Zuschauer. Doch selbst der sch?nste Kinoabend hat einmal ein Ende und ein Film ist schon bald wieder vergessen, w?hrend ein Buch oftmals tiefe Gr?ben in der Seele des Lesers hinterlassen kann. Umso dankbarer kann man dem Heyne Verlag sein, in dem vor wenigen Wochen der Roman zum Film erschien. Wie viel Gef?hl darin steckt, erahnt man bereits anhand des Covers, auf dem ein M?dchen liebevoll ihren Freund umarmt, w?hrend er seinen Blick nachdenklich gen Himmel richtet - ein symbolhaftes Bild, das nur einen Ausschnitt von Ben Sherwoods gef?hlvollen Roman zeigt. 

Es sollte f?r den 15-j?hrigen Charlie St. Cloud und seinen kleinen Bruder Sam ein ereignisreicher Ausflug werden: ein Baseballspiel der Red Sox gegen die Yankees. Obwohl Charlie noch keinen F?hrerschein hat, wagt er die Fahrt nach Boston - alles, um seinen kleinen Bruder gl?cklich zu sehen. Doch auf dem Heimweg kommt es zu einem tragischen Autounfall, bei dem Sam ums Leben kommt, w?hrend Charlie in letzter Minute zur?ckgeholt werden kann. Wenige Minuten, bevor der Laster dem gl?cklichen Beisammensein ein endg?ltiges Ende bereitet, schw?ren sie sich, auf immer zusammenzubleiben - ein Versprechen, das der 15-J?hrige nicht zu brechen gewillt ist. 

Jahre sp?ter: Charlie lebt in einem kleinen Fischerdorf in New England und k?mmert sich tags?ber um die Erhaltung des alten Friedhofes, auf dem sein kleiner Bruder begraben ist. Seit seinem Nahtoderlebnis kann Charlie die Geister sehen und mit ihnen sprechen - eine Gabe, die ihn n?her zu Sam bringt. Fast jeden Abend "besucht" er seinen kleinen Bruder und spielt mit ihm. Mehr W?nsche versp?rt Charlie nicht und so findet er in den gemeinsamen Stunden sein Gl?ck. Aber eines Tages ?ndert sich alles: In Charlies geordnete Welt platzt die abenteuerlustige Tess Carol, die mit einem Segelboot die Welt umrunden will. Mit ihrer Hilfe taucht Charlie aus seiner Zwischenwelt auf und wendet seinen Blick in das Hier und Jetzt. Noch ahnt er nicht, dass dies bald ein j?hes Ende finden k?nnte und er vor eine folgenschwere Entscheidung zwischen Leben und Tod, Vergangenheit und Zukunft gestellt wird. 

Ben Sherwoods "Wie durch ein Wunder" ist ein Roman, den man einfach lesen muss. Bereits auf den ersten 50 Seiten f?ngt man an zu schlucken, nach weiteren 50 Seiten kullern die ersten Tr?nen und sp?testens auf den letzten Seiten kann man vor lauter Weinen nichts mehr sehen. Die Geschichte ist so herzergreifend, dass sie einem durch Mark und Bein geht und am Schluss warme Schauer ?ber den R?cken jagt, sodass man anf?ngt zu tr?umen. Sherwood versteht es, den Leser mit dem richtigen Ma? an Humor und Herz ein seelenvolles Lesevergn?gen zu bereiten. Der Roman ist ganz gro?es Kino, das mit 320 Seiten viel zu d?nn geraten ist. 

Susann Fleischer 
11.10.2010

 
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Das Buch:

Ben Sherwood: Wie durch ein Wunder. Aus dem Amerikanischen von Birgit Moosmller

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Mnchen: Heyne Verlag 2010
320 S., 8,99
ISBN: 978-3-453-50385-4

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