Romane

"Ghost Whisperer" auf witzige Art

Nachdem ihr Bruder Selbstmord beging, ist für Sadie Novak nichts mehr wie zuvor. Ihren Job als Lehrerin hat sie aufgegeben, um stattdessen "Tatorte" zu säubern. Egal ob Mord, Selbstmord oder natürlicher Tod - jedes Mal wird Sadie angerufen, damit sie und Mitarbeiter Zack, ein ehemaliger Polizist, das Blut der Toten aufwischen und so das Haus wieder wohnlich machen. Aber nicht nur Sadies Reinigungsfirma ist ungewöhnlich, auch sie hütet ein großes Geheimnis: Sie kann die Geister der Verstorbenen sehen! Abgesehen von Zack, ihrer besten Freundin Pam und Schwesterherz Gwen weiß niemand davon. Und wenn es nach Sadie ginge, würde das auch so bleiben. Aber die Geister haben da auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Sadie und Zack sollen das Haus der Toths säubern. Laut Polizei handelt es sich um einen "M.S.-Fall" - einen sogenannten Mitnahmeselbstmord. Erst hat Grant Toth seiner Frau die Kehle durchgeschnitten, anschließend hat er sich selbst erschossen. Demzufolge liegt viel Arbeit vor den "Geisterfegern". Schneller würde es allerdings gehen, wenn Sadie nicht ständig der Geist der ermordeten Trudy erscheinen würde. Entgegen der polizeilichen Ermittlungsergebnisse bestreitet diese Grants Tat und spannt Sadie für private Ermittlungen in ihrem einstigen privaten Umfeld ein. Denn die Cops wissen nicht, dass Trudy eine Affäre hatte, mit Grants bestem Freund. Als Trudy den heimlichen Tête-à-têtes ein Ende setzte und sich für ihre Ehe entschied, ist Kent wohl durchgedreht und hat im Affekt die Toths getötet - so zumindest Sadies Theorie. Jetzt muss sie nur noch Kents Schuld beweisen. Allerdings ohne sich dabei selbst in Lebensgefahr zu begeben!

Wendy Roberts Debüt "Die Geisterfeger" ist eine äußerst gelungene Mischung als übersinnlichen Elementen à la "Ghost Whisperer", spannenden Krimi und kurzweiliger Komödie. Mit seinen sprühenden Witz und den unwiderstehlichen Charme hebt sich das vorliegende Buch herzerfrischend von den romantischen, teils düster angehauchten Vampirromanen ab und garantiert somit amüsante (Lese-)Abwechslung. Genauso wünscht man sich ein rundum gelungenes Debüt: kurzweilige Lesestunden, die angefüllt sind mit lauten Lachern, aber trotzdem für Gänsehautfeeling sorgen.

Susann Fleischer
15.03.2010

 
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Das Buch:

Wendy Roberts: Die Geisterfeger. Aus dem Amerikanischen von Gabriele Burkhardt

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Mnchen: Goldmann Verlag 2010
352 S., 8,95
ISBN: 978-3-442-47114-0

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