Krimis & Thriller

Thrillerliteratur wie hochexplosives Dynamit

Gideon Crew soll im Auftrag von Eli Glinn eine Seite aus dem "Book of Kells" stehlen. Eine alles andere als leichte Aufgabe. Diese berühmte frühmittelalterliche Handschrift, ein Nationalheiligtum Irlands, wird strengstens überwacht. Die Sicherheitsvorkehrungen bereiten selbst dem erfahren Kunstdieb Kopfzerbrechen. Aber ihm gelingt, woran niemand geglaubt hat. Er kann die Seite tatsächlich in seinen Besitz bringen. Von Glinn erfährt Gideon dann, was es mit diesem Stück Pergament genau auf sich hat. Es handelt sich um eine Seekarte, deren Route in die Karibik weist. Auf einer der Inseln, so wird berichtet, gebe es eine wundersame Heilpflanze, die Kranke gesunden und sogar abgeschlagene Glieder wieder nachwachsen lassen könne.

Eli Glinn ist fest davon überzeugt, dass an der Mär vom Wundermittel etwas dran ist. Nun will er, dass Gideon sich auf die Suche nach dieser Pflanze macht. Zum Glück ist Gideon bei dieser Expedition nicht vollkommen auf sich allein gestellt. Mit Amy, einer erfahrenen Kapitänin, macht er sich auf den Weg gen Nicaragua. Aber es ist eine Reise voll tödlicher Gefahren. Ihnen sind Schatzsucher dicht auf den Fersen. Eingeborene versuchen Gideon umzubringen. Er soll dem Zyklopengott geopfert werden. Nur dank Amy kann er flüchten. Amy ist es dann auch, die auf den Gedanken kommt, dass die alte Karte womöglich die Irrfahrten des Odysseus abbilden könnte. Gideon und ihr steht also noch so manche Herausforderung bevor ...

Unter den Thrillerautoren Amerikas zählen Douglas Preston und Lincoln Child definitiv zu den Besten der Besten. Ihre Romane scheinen direkt der Feder des Teufels zu entstammen - und mehr noch: Sie sind der Lesestoff, aus dem Alpträume gemacht werden. Es dauert nur wenige Absätze von "Lost Island", bis man Gänsehaut am ganzen Körper bekommt und einem der Angstschweiß auf der Stirn steht. Die Bücher von Preston und Child bedeuten Unterhaltung, wie sie mörderischer kaum sein. Sie zerreißen die Nerven des Lesers in tausend Fetzen. Trotzdem kann man sie partout nicht aus der Hand legen. Notfalls macht man die Nacht durch, sodass man innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen leider, leider bereits am Schluss angekommen ist.

Douglas Preston und Lincoln Child - der Garant für Spannung bis zur letzten Seite, bis zum letzten Satz. Ihre Thriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. Auch in "Lost Island" steckt Adrenalin pur. Also Vorsicht: Sobald man mit der Lektüre beginnt, muss mit einem Herzinfarkt gerechnet werden. Hier erlebt man ein Lesevergnügen, das einem nicht nur den Atem, sondern außerdem den Schlaf raubt.

Susann Fleischer
30.03.2015

 
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Das Buch:

Douglas Preston & Lincoln Child: Lost Island - Expedition in den Tod. Aus dem Amerikanischen von Michael Benthack

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Mnchen: Knaur Verlag 2015
416 S., 14,99
ISBN: 978-3-426-51497-9

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